Roadtrip mit dem Tesla Model 3 Long Range

Mein erster Roadtrip mit dem Tesla(*) Model 3 Long Range war von Anfang an wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Vor drei Wochen hatte ich meinen treuen EQC gegen dieses verlockende Tesla-Erlebnis eingetauscht. Der Elektrokoloss hatte mir stets gute Dienste geleistet, doch ich wollte mehr Effizienz und ein neues Abenteuer.

Tesla Model 3 Long Range Deep Blue Metallic 2019

Erste Eindrücke

Die Geräuschkulisse, an die ich mich noch gewöhnen muss. Im Vergleich zum Tesla schien der EQC wie ein Flüstern in der Nacht. Die Reifen– und Strassengeräusche waren im EQC nahezu nicht existent. Ein grosser Unterschied zu dem, was mich nun im Tesla erwartete.

Der Verbrauch, ein wahres Wunder. In den ersten Wochen schaffte ich es tatsächlich, das Model 3 mit einem Durchschnitt von 15-16 kWh/100 km zu fahren! Für mich schien es fast wie eine Fantasiezahl, denn im EQC bewegte ich mich selbst unter Idealbedingungen selten unter 25 kWh/100 km.

Und dann sind da die Supercharger! Ich hatte bereits einige durchwachsene Ladeerfahrungen hinter mir, da ich seit fast sechs Jahren elektrisch fuhr. Und obwohl die Ladeinfrastruktur im Laufe der letzten Jahre deutlich verbessert wurde, erwartete mich mit dem Supercharging eine völlig neue Welt. „Idiotensicher“ schoss mir als Erstes durch den Kopf.

Die Hinreise

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Jetzt stand mein erster Roadtrip mit dem Tesla Model 3 an. Es sollte vom Züri-See in der Schweiz nach Jesolo in Italien gehen: rund 600 Kilometer entfernt, am Pfingstwochenende. Der Grossteil der Strecke ist Autobahn, in der Schweiz mit 120–125 km/h und in Italien mit ca. 130–135 km/h – vorausgesetzt der Verkehr würde es zulassen. Ich hatte nicht vor, mit 100 km/h hinter Lastwagen herzuschleichen und auch kein „hypermiling“ zu betreiben.

Am Samstagmorgen brach ich auf, vollständig aufgeladen, wie geplant um 05:00 Uhr. Google Maps und das Tesla-Navigationssystem empfahlen, die Gotthard-Strecke anstatt über Bernardino zu fahren. Ich folgte den Anweisungen und sollte bald meine Entscheidung, den gesunden Menschenverstand zu ignorieren (es war schliesslich Pfingsten!), bereuen. Der TCS veröffentlicht immer die aktuellen Wartezeiten für den Gotthard Tunnel auf Twitter.

Nachdem ich endlich den Verkehr hinter mir gelassen hatte, wurde es Zeit für den ersten Ladestopp. Nach 345 Kilometern mit 13% SoC am v3 Supercharger in Brescia. Mit dem EQC legte ich trotz grösserer Batterie zwischen den Ladestopps nur rund 200 Kilometer zurück – einerseits bedingt durch den höheren Verbrauch, andererseits durch einen grösseren Sicherheitspuffer. Schliesslich wusste man nie, ob die nächste Ladestation funktionierte oder frei war.

Roadtrip Schweiz Italien Pfingsten 2023 Stau Gotthard Tunnel

Anders beim Tesla: die Supercharger haben meistens um die 12–20 Ladeplätze, von denen in der Regel alle funktionieren. Ich werde mich langsam an einen geringeren Sicherheitspuffer heranarbeiten. Die Ladung begann mit 180 kW – auch nicht schlecht, obwohl ich bereits 250 kW gesehen hatte. Aber das wäre wohl Jammern auf hohem Niveau. Nach 22 Minuten und 39 kWh war ich wieder bereit für die Fahrt zum nächsten Supercharger.

Der Verkehr war nun kein Problem mehr. Ich hatte auch einen Maut-Beeper an Board, mit dem ich immer auf der schnellen Spur durch die Mautstellen fahren konnte. Den nächsten Ladestopp machte ich nur, um am Zielort nicht nach Typ 2-Ladestationen suchen zu müssen. Da ich den Ort nicht kannte, wollte ich genug Energie im Akku haben, um notfalls wieder zum Supercharger zurückkehren zu können, falls das Laden vor Ort nicht möglich war. Nach 14 Minuten und 35 kWh setzte ich meine Reise fort.

tesla model 3 roadtrip verbrauch

Die letzten fast 60 Kilometer legte ich in Schneckentempo auf den italienischen Landstrassen zurück: Pfingstverkehr! Aber es ging ja voran. 

Am Ziel angekommen bin ich echt mega-zufrieden mit der Effizienz und den Superchargern! Ein erfolgreicher erster Roadtrip!

Die Rückreise

Die Rückreise verlief schliesslich völlig reibungslos. Ich konnte im Hotel vollladen (für pauschal 20 Euro) und startete mit vollem Akku. Also nur ein Ladestopp auf dem Rückweg (v3 Supercharger in Arese – 34 kWh in 13 Minuten). Diesmal über die Bernardino-Strecke. Mit 6% Ladestand kam ich an meinem Heimatort an. Eine perfekte Reise. Die Zahlen sprechen für sich:

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Mein Fazit

Ich vermisse die Ruhe des EQC immer noch, aber die Effizienz und die Supercharger des Teslas sind einfach phänomenal! Das ist zweifellos nur mein persönliches Fazit. Abgesehen davon muss ich dennoch sagen, dass ich mit dem Tesla Autopiloten noch nicht so richtig warm werde: Er bremst äusserst abrupt und stark, wenn er auf ein Fahrzeug auffährt – obwohl ich im „lässig“-Modus fahre. Auch im Stau beschleunigt er ziemlich heftig. Ich bin sanfteres Anfahren und Abbremsen gewöhnt.

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